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Eröffnungszüge in Backgammon - Teil IV

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Im letzten Teil unserer Artikel über Eröffnungszüge betrachten wir die folgenden Würfelergebnisse:
52, 64 und 54
Bei diesen Würfelergebnissen existiert kein allgemein anerkannter Konsens, wie man sie zu spielen hat. Wir werden uns die unterschiedlichen Möglichkeiten ansehen, diese Würfelergebnisse zu spielen, sowie die Pro und Contra dieser Varianten erläutern.


52

Dies ist eines der schlechtesten Eröffnungs-Würfelergebnisse in Backgammon. Wir ignorieren 13/6, da dieser Zug die Spielsituation von Schwarz überhaupt nicht verbessert und keines der Ziele unterstützt, die wir bei einem Eröffnungszug in Backgammon erreichen wollen.

Dieses Würfelergebnis bietet uns nur zwei Alternativen an: 13/8 und 13/11, siehe im Bild.

Dieser Zug entlastet das Mittel-Point und bringt einen Spielstein auf das 11-Point. Nicht so wertvoll wie ein Spielstein auf dem 10- oder 9-Point, kann dieser Spielstein dennoch nur von Rot geschlagen werden, sollte er 64 würfeln.

Die zweite Möglichkeit besteht darin, die hinteren Spielsteine zu trennen mit 13/8 und 24/22

Eröffnungszüge in Backgammon - Teil IV

Dieser Spielzug wurde lange Zeit nicht gespielt, da Spieler Angst davor hatten, von einem 3er Pasch oder 5er Pasch Wurf ihres Gegners geschlagen zu werden. Da dies jedoch bloß 2 mögliche Würfelergebnisse aus insgesamt 36 sind, dient uns dieser Zug dazu, Rot davon abzuhalten, Spielsteine in seinem Äußeren Board zu setzen.

Das aufbauende Spiel 13/8 und 13/11 führt im Schnitt zu komplexeren Spielen, als 13/8 und 24/22, welches oft ein gegenseitiges Anker-Spiel erzeugt.

Computeranalysen geben 13/8 und 24/22 eine etwas geringe Chance auf Sieg.


54

Hier existieren drei verschiedene Spielvarianten, von der eine, 24/15, fast überhaupt nicht mehr gespielt wird.

Eröffnungszüge in Backgammon - Teil IV

Dies ist zwar kein schlechter Zug, dennoch sind die beiden anderen Varianten deutlich besser.

13/8 und 13/9 entspricht dem aufbauendem Spiel:

Eröffnungszüge in Backgammon - Teil IV

Dies ist zwar nicht das stärkste Aufbauspiel der Aufbauspiele, die wir uns bis jetzt angesehen haben, in Backgammon müssen wir aber mit dem derzeitigen Würfelergebnis bestmöglich umgehen. Sollte Schwarz nicht geschlagen werden, hat er beim nächsten Zug eine gute Chance, ein neues Point zu festigen.

Die letzte Möglichkeit besteht darin, das gegnerische 5-Point zu besetzen mit 13/8 und 24/20:

Eröffnungszüge in Backgammon - Teil IV

 
Wir betrachten dies als einen Kampf um das gegnerische 5-Point. Rot wird den Blot-Spielstein mit gewürfelten 1en und 3en schlagen und hierbei im Gegenzug seinen eigenen Blot hinterlassen. Die Wichtigkeit der beiden 5-Points in den frühen Stadien des Spiels ist so hoch, dass beide Seiten das Risiko eingehen sollten, diese Points zu besetzen. Zum Beispiel würfelt Rot 53 als Antwort auf den teilenden Zug. Der korrekte Zug wäre nun 13/5* anstelle von 8/3, 6/3.


64

Der einfachste Zug hier wäre 24/14. Dies entspricht ungefähr der Spielvariante, die wir in dem Artikel über 62 und 63 besprochen haben.

Eröffnungszüge in Backgammon - Teil IV 

Im Falle von 64 der Zug, der uns weit über das Spielbrett bringt, etwas besser als bei 62 und 63. Hier gibt es nur 11 Möglichkeiten, wie uns Rot schlagen kann, und sollte ihm das nicht gelingen, ist unser Spielstein ein stärker Aufbau-Spielstein als in den vormals besprochenen Fällen.
Ein Gegenargument gegen diesen Zug ist, dass Schwarz im nächsten Zug den Spielstein in Sicherheit ziehen muss.

Die zweite Möglichkeit ist das Teilen mit 24/18 und 13/9:

Eröffnungszüge in Backgammon - Teil IV

So wie bei 62 und 63 kann dieser Zug zu komplizierten Spielen mit zahlreichen Geschlagenwerden von Spielsteinen in der frühen Phase des Spiels führen. Der bessere Spiele sollte diese Möglichkeit in Betracht ziehen, da die erste Spielvariante ein ziemlich striktes und unkompliziertes Spiel erzeugt.

Als dritte Möglichkeit können wir das 2-Point festigen, mit 8/2 und 6/2:

Eröffnungszüge in Backgammon - Teil IV

Ist es falsch, ein Point im eigenen Home Board bereits so früh zu festigen? Die Standard-Backgammontheorie sagt uns, dass es a) zu früh ist und b) die 8- und 2-Points können nicht im selben Prime sein, also wozu diesen Zug spielen?

Betrachten wir die Backgammontheorie im Laufe der Jahre, dann wäre dieser Zug vor einem Jahrhundert noch ein beliebter Zug gewesen. Als Jellyfish herauskam, empfahl es den 2-Point zu festigen. Snowie wurde veröffentlicht und empfahl 24/12. Spätere Versionen dieser Analysesoftware empfahlen nun 24/18 und 13/9.

Welchen Zug sollen wir also nun anwenden? Niemand scheint sich sicher zu sein. Wir empfehlen, diejenige Option zu wählen, die Ihren Spielstil am besten unterstützt und die Stärke Ihres Gegners beachtet.

 



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